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Zukunft sichern

Strom aus der Kraft der Sonne verursacht weder schädliches Treibhausgas noch gefährliche Altlasten.
Und: Sie übersteigt den Energiebedarf der Erde um ein Vielfaches.

  • Nachhaltigkeit
  • Wertschöpfung
  • Kostensicherheit

Die Definition des Begriffes Nachhaltigkeit findet sich erstmals im so genannten Brundlandt-Bericht "Our common future". Dort heißt es: "Nachhaltigkeit ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen."

85 Prozent der weltweiten Energie werden aus endlichen Rohstoffen gewonnen. Dabei übersteigt die Sonnenenergie den Energiebedarf auf der Erde um ein Vielfaches. Mehr noch: PV-Strom verursacht weder schädliches Treibhausgas noch gefährliche Altlasten, wie sie bei der atomaren Energieerzeugung entstehen.

Allein im Jahr 2011 konnten in Deutschland durch Stromerzeugung auf Basis regenerativer Rohstoffe bereits mehr als 127 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart werden. Eine Menge, die dem gesamten jährlichen CO2-Ausstoß von Hessen und Niedersachen zusammen entspricht. Dadurch konnten die Kosten für Klima- und Umweltschäden um rund acht Milliarden Euro reduziert werden.

Mehr als 1.000.000 Solaranlagen erzeugen heute in Deutschland sauberen und sicheren Strom. An einem sonnigen Tag produzieren sie mehr Strom als alle deutschen Atomkraftwerke zusammen. Laut einer Prognose des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung wird der Anteil der Sonnenenergie weiter steigen: bis auf ca. 65 Prozent Gesamtenergieanteil im Jahr 2100.

In Deutschland hat die Photovoltaik bis heute rund 125.000 Arbeitsplätze geschaffen, so aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Und auch ein Blick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt, welchen Beitrag erneuerbare Energien wie die Photovoltaik für die Gesellschaft leisten: Allein der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhte laut GERMANWATCH das BIP im Jahr 2010 um einen Wert zwischen 1 und 1,75 Prozent. Vorsichtige Prognosen gehen davon aus, dass es 2030 mehr als 3 Prozent sein werden.

Doch auch in kleinerem Maßstab betrachtet erweisen sich regenerative Energien als Entwicklungsmotor, etwa bei der kommunalen Wertschöpfung. So betrug die Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2011 in Deutschland laut Institut für ökologische Wirtschaftsforschung 8,9 Milliarden Euro.


Erfolgsmodell EEG

Basis für die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik in Deutschland war und ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG. Seit April des Jahres 2000 regelt das EEG in Deutschland die Einspeisung und Vergütung regenerativ erzeugten Stroms. Als Fortsetzung des bereits 1991 in Kraft getretenen Stromeinspeisungsgesetzes versteht sich das EEG von Beginn an als Anschubförderung für erneuerbare Energien. In § 1 EEG heißt es:

(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.

(2) Um den Zweck des Absatzes 1 zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung mindestens zu erhöhen auf

  1. 35 Prozent spätestens bis zum Jahr 2020,
  2. 50 Prozent spätestens bis zum Jahr 2030,
  3. 65 Prozent spätestens bis zum Jahr 2040 und
  4. 80 Prozent spätestens bis zum Jahr 2050

und diese Strommengen in das Elektrizitätsversorgungssystem zu integrieren. Der Fördermechanismus des deutschen EEG diente bis zum Jahr 2011 für mindestens 61 Staaten sowie 26 Bundesstaaten bzw. Provinzen als Vorlage für ähnliche Gesetze.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Laut Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurden im Jahr 2011 allein in Deutschland rund 614 Milliarden Kilowattstunden elektrische Energie verbraucht. Rund 20 Prozent wurden durch regenerative Energien erzeugt. Zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal 6,6 Prozent. Dabei liegen die Erzeugungskosten für grünen Strom – zum Beispiel mit Photovoltaik – stellenweise heute schon unter dem Haushaltsstrompreis.

Mehr noch: Was wäre etwa, wenn Sie den Preis für Dieselkraftstoff heute für die Dauer von 20 Jahren auf 1,50 Euro pro Liter festsetzen könnten? Photovoltaik bietet genau das: über 20 Jahre feste Kosten für jede selbst erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom von gerade einmal 17 Cent. Das ist derzeit rund ein Drittel günstiger als der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in Deutschland.

Und der Kostenvorteil wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Denn während die Systemkosten der Photovoltaik auch weiterhin drastisch fallen werden, wird der Strompreis voraussichtlich weiter steigen.


Strompreisentwicklung

Der Preis, den Haushalte in Deutschland für elektrische Energie zahlen, steigt kontinuierlich. Von durchschnittlich 16 Cent pro kWh im Jahr 2002 auf 26 Cent im Jahr 2012. Und auch in den kommenden Jahren wird der Preis weiter steigen.

Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Strompreis in Cent/kWh 16,11 17,19 17,96 18,66 19,46 20,64 21,65 23,21 23,69 25,23

 

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Und die Ursachen dafür?

Laut einer Studie von Frontiers Economics Europe im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sind die Hauptursachen zum einen Erzeugung, Transport und Betrieb, die rund 56 Prozent des Strompreises ausmachen. Zum anderen Steuern und Abgaben mit einem Anteil von rund 44 Prozent des Strompreises.

Anders verläuft die Entwicklung der PV-Systemkosten, die sich seit 2006 um 60 Prozent reduziert haben. Damit ist selbst produzierter und verbrauchter PV-Strom schon heute günstiger als Strom aus der Steckdose.



 

Quellen: Bundesumweltministerium (Leitstudie 2010), BSW-Solar (PV-Roadmap)